Wir sind deine parteipolitisch unabhängige ÖH!
[unabhängig – selbstbestimmt – konstruktiv]
Die Interessen der Studierenden stehen für uns an oberster Stelle. Diese zu vertreten funktioniert parteipolitisch unabhängig am Besten. Finanzielle und ideologische Eigenständigkeit – ohne eine Mutterpartei – ermöglicht uns ungebundenes und selbstbestimmtes Handeln.
Im Vordergrund steht eine eigenständige und konstruktive ÖH, die von einem engagierten Team aus motivierten Studierenden, unabhängig von parteipolitischen Interessen, getragen wird. Die gemeinsamen Werte sollen einen Spielraum ermöglichen, jedoch darf diskriminierenden und wissenschaftsfeindlichen Anschauungen kein Platz geboten werden.
Wichtiger als das Vorantreiben der Interessen einer Fraktion ist es uns, hinter den Studierenden zu stehen und sie bestmöglich zu vertreten. Die Interessen der Studierenden zu vertreten bedeutet für uns auch, sich mit relevanten gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinanderzusetzen.
Wir leben die offene ÖH!
[miteinander – motiviert – ehrenamtlich]
In einer offenen ÖH werden Positionen nicht nach Fraktionszugehörigkeit besetzt, sondern kompetenten und engagierten Studierenden die Möglichkeit zur Mitarbeit gegeben. Wir denken, dass eine offene und dynamische ÖH durch viele verschiedene Meinungen und Menschen lebt.
Um die offene ÖH zu ermöglichen, bedarf es einer reflektierten Denkweise. Dafür ist es notwendig, eigene Standpunkte zu hinterfragen und sich für neue Themen zu sensibilisieren, um diese dann implementieren zu können. Zusätzlich gibt es immer einen Raum für konstruktive Kritik und Feedback, um die Vertretungsarbeit zu verbessern und zugänglicher zu machen. Hierbei ist es wiederum wichtig, künstliche Barrieren abzubauen und ein Engagement unabhängig von Fraktionszugehörigkeit, Studienfortschritt oder Studienrichtung zu ermöglichen. Für breite Beteiligung schaffen wir transparente Entscheidungsprozesse und einen Raum inner- und außerhalb der ÖH, in dem sich Studierende wohlfühlen.
Die Uni ist für alle da!
[offen – barrierefrei – vernetzend]
Wir sagen: Bildung ist ein Menschenrecht!
Wir stehen für einen offenen und freien Hochschulzugang! Das bedeutet für uns, dass der Zugang zu Bildung für alle ungeachtet ihrer sozialen oder geographischen Herkunft möglich sein soll.
Wir setzen uns gegen Zugangsbeschränkungen und Mindeststudienleistungen ein, weil sie die reale Studiensituation nicht verbessern sondern zusätzliche Hürden und Druck durch Konkurrenz aufbauen.
Internationale Mobilität und Austauschprogramme sollen allen Studierenden ermöglicht werden und daher müssen Curricula und Förderprogramme angepasst und erweitert werden.
Wir stehen weiterhin für barrierefreie, “studierbare” Studienpläne, die an die Lebensrealität der Studierenden angepasst sind.
Wir schaffen den Raum – ihr malt ihn aus!
[partizipativ – gemeinsam– transparent]
Wir sehen die Universität als Ort, an dem Meinungen gebildet und Ansichten entwickelt werden, denn Studieren ist nicht alleine das Konsumieren vorgegebener Lehrpläne. Persönliche Entfaltung, die Erweiterung des eigenen Horizontes und das Knüpfen von Kontakten zählen dazu. Wir unterstützen Studierende und deren Initiativen, die das Studienumfeld verbessern möchten.
Die Studierenden sind der entscheidende Bestandteil einer blühenden Universität und müssen daher gehört werden. Mitgestaltung von Studienplänen und Lehrkonzepten soll durch uns alle möglich sein!
Entscheidungsprozesse der Universität sollen transparent und gerecht ablaufen, daher sehen wir die studentische Partizipation als gestaltende Kraft an der BOKU und als eine Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen.
Dafür sind das uneingeschränkte, gleichwertige Mitspracherecht der Studierenden in universitären Entscheidungsprozessen sowie die transparente Gestaltung dieser Abläufe essenziell.Wie stützen uns auf das Prinzip der Hochschuldemokratie und setzen uns aktiv dafür ein, dass alle Kurien der Universität (Student*innnen, Mittelbau und Professor*innen) gleichberechtigt an den Entscheidungsprozessen teilnehmen. Uns ist es wichtig, dass die Stimme der Studierenden auf allen Ebenen gehört wird, weswegen wir Rahmenbedingungen für Engagement schaffen wollen und uns für eine Drittelparität in allen Gremien der Universität einsetzen.
Wir geben Studierenden die Möglichkeit und laden sie dazu ein, eigene Ideen umzusetzen – ob aktiv in der ÖH oder in anderer Form.
Im universitären Diskurs ist es unabdingbar, die eigenen Standpunkte zu hinterfragen und gegebenenfalls auch ändern zu können. Dies muss durch die Rahmenbedingungen möglich sein und eine angemessene Toleranz gegenüber Fehlern muss gelebt werden.
Darüber hinaus setzen wir uns für frei gestaltbare, selbstverwaltete Räume ein, um das Miteinander an der BOKU zu verbessern. Wir möchten dem TÜWI Verein Raum an der BOKU geben und sehen diesen auch als wichtigen Bestandteil für Studierende an der BOKU. Wir möchten das weitere Bestehen und die Zusammenarbeit mit dem TÜWI Kulturverein sichern.
Für eine lebenswerte und ökologisch nachhaltige Zukunft
[verantwortungsbewusst – zukunftsorientiert – systemkritisch]
Die Klimakrise gefährdet jegliches Leben auf unserem Planeten und ist damit DIE Herausforderung unserer Zeit. Aufgrund der Dringlichkeit ist akutes Handeln erforderlich, wobei strukturelle Ursachen der Klimakrise kritisch hinterfragt und aktiv geändert werden müssen.
Die BOKU muss eine Vorbildfunktion gegenüber anderen Universitäten und der Gesellschaft allgemein einnehmen, indem sie durch ihre Forschung, ihre Lehre und ihr Handeln zu einer sozialökologischen Transformation beiträgt. Dabei ist es wichtig, die Auswirkungen und Zusammenhänge der Klimakrise als ökologisches, soziales und interdisziplinäres Problem zu verstehen. Diese Inhalte müssen auch in der Lehre verankert werden, um das notwendige Wissen für die Bewältigung der Klimakrise zu vermitteln. Wir als Studierende haben die gesellschaftliche Verantwortung, uns für Maßnahmen an und außerhalb der Universität einzusetzen und das Recht, deren Umsetzung einzufordern.
Wir sehen die Universitäten in der Verantwortung, Position in wichtigen Themen wie Klimakrise, Bildungspolitik oder Desinformation zu vertreten und dabei unabhängig von parteipolitischen Einflüssen zu sein.
Studieren ist kein Hürdenlauf!
[sozial – fair – unterstützend]
Für uns ist klar, die Klimakrise und die Teuerungskrise können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Letztere trifft besonders Studierende sehr stark.
Wir setzen uns für den Abbau sozialer und finanzieller Hürden im Studium ein – Bildung darf keine soziale Frage sein. Besonders in Zeiten einer stark steigenden Inflation, in denen das Leben immer teurer wird, darf auf Studierende nicht vergessen werden.
Daher muss es ein Beihilfen-System geben, das Studierende auch wirklich unterstützt, um allen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Vor allem Studierende aus Familien ohne akademischen Hintergrund sollten Zugang zu finanzieller Unterstützung bekommen und besonders gefördert werden.
Uns ist es wichtig, dass Studierende, auch ohne erwerbstätig zu sein, die Möglichkeit haben, sich voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren zu können – ohne finanzielle und existenzielle Ängste haben zu müssen.
Auch die mentale Gesundheit unserer Studierenden spielt dabei eine essenzielle Rolle. Daher ist es uns wichtig, die Sichtbarkeit der bereits bestehenden Unterstützungen zu erweitern und neue, niederschwellige Angebote zu schaffen, die allen Studierenden zur Verfügung stehen sollen.
Gleichstellung leben – Diskriminierung bekämpfen!
[antirassistisch – inklusiv – solidarisch]
Gleichstellung auf allen Ebenen voranzutreiben ist notwendig, um Inklusivität und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.. Rassistische, sexistische, queerfeindliche, ableistische und diskriminierende Ideologien an der BOKU müssen aufgebrochen werden. Außerdem fordern wir den Abbau von jeglichen Barrieren, damit auch Menschen mit Behinderung ohne Benachteiligung studieren können.
Wir setzen uns aktiv für Gerechtigkeit, sowie für die Förderung aller Benachteiligten und diskriminierten Personen an der BOKU ein, um ein wertschätzendes Umfeld für alle zu gestalten.
Ein proaktives Handeln gegen jede Art der Diskriminierung und gegen faschischtisches Gedankengut ist der einzige Weg, um die BOKU zu einem inklusiven Ort für Bildung werden zu lassen.
Wir fordern Studienqualität statt Prüfungsaktivität
[qualitativ – flexibel – ausfinanziert]
Um hochwertige Bildung sicherzustellen, setzen wir uns für eine laufende Verbesserung der Lehre in allen beteiligten Gremien der BOKU ein. Dabei sehen wir die kontinuierliche Arbeit an den Lehrplänen als Chance, um die Studierbarkeit und Lehrstrategien zu verbessern.
Wir fordern weiterhin aktiv qualitative Lehrmethoden, Orientierung an den Bedürfnissen der Studierenden und konsequente Lösungen bei bestehenden Problemen. Studieren ist mehr als Absolvieren von Lehrveranstaltungen und soll neben der fachlichen Bildung auch die persönliche Entwicklung durch freiwilliges Engagement sowie gesellschaftspolitischen Diskurs fördern.
Daher sehen wir die aktuelle Finanzierung der Universitäten, welche sich zu einem großen Teil auf die Prüfungsaktivität bezieht, kritisch. Ökonomisierte Kennwerte und Effizienz dürfen nicht der Maßstab sein, an dem eine Universität ausgerichtet ist. Ebenso soll der hohe Stellenwert der Lehre gewährleistet werden und nicht in Konkurrenz zur Forschung stehen (müssen). Viel wichtiger ist eine vielfältige Weiterbildung der Studierenden, da breit gebildete Menschen einen ökonomisch und gesellschaftlich wertvollen Beitrag leisten.
Die BOKU hat ihre Ausrichtung und ihre Lehrkonzepte und -inhalte stetig zu hinterfragen. Zukunftsfähige Lehrmodelle sind für eine optimale Wissensweitergabe essenziell.
www.flboku.org
– Unabhängige Fachschaftsliste BOKU – FL BOKU –